Girl from the North Country
Stadttheater Fürth – Premiere am 16. Oktober 2026
Deutschsprachige Erstaufführung
Zu Beginn kommt man erst einmal etwas schwierig in das Stück hinein um dann umso stärker abgeholt zu werden. „Girl From the North Country“ nach dem Buch von Conor McPherson und der Musik und den Gesangstexten von Bob Dylan verspricht zu mindestens im musikalischen Bereich ein Highlight und zeigt auch, dass die Inszenierung wunderbar ist. In Zusammenarbeit mit dem Musical Frühling in Gmunden entstand die mitreißende deutschsprachige Erstaufführung, welche 2017 in London uraufgeführt wurde. Angekündigt als Schauspiel, oft auch als Musical besprochen. Die Entscheidung muss jeder im Publikum selber treffen.
Die Geschichte einer Familie 1934 in Minnesota ist teils beklemmend aber auch voller Hoffnung. Das Hauptprobleme, wie in so vielen Familien, miteinander reden zu können ist gut dargestellt und vereint dies mit der Problematik Gefühle zu zeigen. Hinzu kommt, dass sich Menschen treffen die sich vorher noch nie gesehen haben.
Diese Komposition zwischen einer eindringlichen Geschichte und wunderbarer Musik, sehr gut übersetzt ins Deutsche von Elisabeth Sikora, die ihre Rolle der Elisabeth Laine mit so einer Intensität spielt, mit einer Stimme, rein und kräftig und doch sanft, die alle im Saal verstummen lässt. Zuhören, genießen. Mehr braucht es da nicht. Johannes Zeitler, vielen bekannt aus dem Fernsehen, ist in seiner, oft mehr als unfreundlichen Art, als Nick Laine bestens besetzt. Tara Friese als Marianne Laine und angenommene Tochter der Familie, bringt die Zerrissenheit in ihrem Leben sehr gut dar. Stimmlich etwas angeschlagen meistert sie dies hervorragend. Mrs.Neilsen – diese Rolle hat Coreena Brown übernommen und zeigt ebenfalls ein hohes stimmliches Niveau. Gene Laine, Sohn der Familie, ist sein eigenes gemachtes Problem. Johannes Huth zeigt sein ganzes schauspielerisches Talent in dieser Rolle. Tyrone Chambers II ist eine Offenbarung in seiner Rolle als Joe Scott, die doch so undurchsichtig ist. Die Familie Burke. Eine Familie die alle Probleme der Welt vereint. Am Schluss überrascht der Sohn Elias, dargestellt von Marcel-Philip Kraml mit einem Solo, das niemand so schnell vergessen wird. Seine Eltern präsentieren ihre Rollen mit viel Gefühl und Präsenz. Previn Moore (Mr. Perry) ist fester Bestandteil der großen und kleinen Bühnen und immer mehr als überzeugend, auch in dieser Rolle. Dennis Kozeluh fungiert nicht nur als Dr. Walker, sondern macht diesen auch zum Erzähler, durch den das Publikum bis zum Ende der Geschichte geleitet wird. Isabella Seliger (Kate Draper) schloss den Kreis der Darsteller und zeigte wie einfühlsam eine Stimme sein kann.
Die Schlussszene war der musikalische Höhepunkt. Alle Darsteller sangen den Welthit
„Forever Young“. Ein Gänsehautmoment mit Fragezeichen. War das nicht von Alphaville? Ja und nein. 10 Jahre vor Alphaville schrieb Bob Dylan dieses Lied. Das Lied von Alphaville gilt als eigenes Lied mit anderer Lyrik sowie anderen Motivationen. Lediglich der Refrain klingt sehr ähnlich. So verführt das Stück auch dazu, sich einmal mehr mit Bob Dylan zu beschäftigen.
Die gesamte Cast wurde mit so viel Fingerspitzengefühl ausgewählt, dass man dieser Person nur Dank aussprechen kann. Leider wird der Caster nicht namentlich erwähnt.
Das Bühnenbild sowie die einzelnen Elemente sind einfach, aber effektiv.
Die Band, welche im hinteren Teil der Bühne platziert wurde, wurde geleitet von Jürgen Goriup. Insgesamt war die Lautstärke sehr gut eingestellt. Man benötigte keinen Gehörschutz. Etwas störend war der Rauch auf der Bühne, welche einige zu mehr oder weniger starken Husten reizte.
Besetzung:
Nick Laine – Johannes Zeitler
Elisabeth Laine – Elisabeth Sikora
Marianne Laine – Tara Friese
Mrs. Neilsen – Coreena Brown
Gene Laine - Johannes Huth
Joe Scott – Tyrone Chambers II
Mrs. Burke - Tamara Pascual
Mr. Burke – Axel Herrig
Elias Burke – Marcel-Philip Kraml
Mr. Perry – Previn Moore
Reverend Marlowe – Konstantin Zander
Dr. Walker – Dennis Kozeluh
Kate Draper – Isabella Seliger
Band: Jürgen Goriup (Klavier, Dirigat), Katarína Kožúriková (Geige), Štěpán Botoš (Gitarre), Emilia Waleska (Kontrabass), Tomáš Cvejn (Schlagzeug, Percussion)
Stadttheater Fürth & Musical Frühling in Gmunden (A)
Buch von Conor McPherson
Musik und Gesangstexte von Bob Dylan
(Deutsche Fassung: Elisabeth Sikora)
Inszenierung & Bühne – Markus Olzinger
Musikalische Leitung – Jürgen Goriup
Choreografie – Amy Share-Kissiov
Kostümbild – Julia Pschedezki
Maskenbild – Nicole Zürner (frei nach Renate Harder/Originaldesign Gmunden)
Lichtdesign – Ingo Kelp
Videodesign – Jürgen Erbler
Dauer der Vorstellung: Ca. 2 Std. 30 Minuten. (incl. 20 Minuten Pause)
Empfohlen ab 13 Jahren
Weitere Termine: 17.10./18.10./20.10./21.10./22.10./23.10.2026
Fotogalerie vom Schlussapplaus
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© Der Musikjournalist – Erika Urban // Irrtümer und Änderungen vorbehalten.
News:
Spielzeit 2026
Das Stadttheater Fürth stelltStadttheater Fürth
seine Spielzeit 2026 vor.
Highlights wie "Girl from the North Country",
"Der Lebkuchenmann", Post von Karlheinz",
"Felix Klieser", "Gregor Meyle", "Quadro Nuevo"
aus ca. 100 Produktionen.
Spielzeit 2026/2027
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Spielzeit 2026/2027
Die Spielzeit 2026/2027 bringtGärtnerplatztheater
München
eine Europäische Erstaufführung,
drei Uraufführungen, fünf Premieren
und weitere tolle Highlights auf die
Bühne. Zum ersten Mal heißt es:
Operball in München!
"Finding Neverland" gibt es das erste
Mal in Europa und "Les Misérables" ist
auch wieder im Repertoir und
vieles vieles mehr ......
Spielzeit 2026/2027
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Tollwood
Sommer-Festival
Termine 2027
der Musik-Arena
Tollwood 2027 - vom xx. Juni und xx. Juli
Die ersten Acts stehen bereits fest:
Schmidbauer & Kälberer laden ein:
Dreiviertelblut (Termin folgt), Meute,
Kool Savas, Dicht & Ergreifend, Querbeet,
Sarah Connor, Joe Bonamassa & Mark
Brussard. Es werden immer mehr ....
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Donauinselfest steht fest:
25. Juni bis 27. Juni 2027
Das Programm wird Mitte Mai 2027
veröffentlicht.
Informationen
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Deutsches Theater München
Die Musik ist hier zu Hause.Spielzeit 2026
Vorankündigungen und Termine
findet ihr mit einem Klick.
Informationen und Tickets
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