Extrem laut und unglaublich nah

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    Extrem laut und unglaublich nah


   Spagat - Theater München
   am Bauhausplatz

   
Premiere


    am 12. November 2024

 

©  Severin Vogel


Dienstagabend im Schutzhaus des Horizont e.V. in München, welches Müttern mit Kindern ein Zuhause bietet, die sonst obdachlos werden würden. Genauer gesagt, dem 1. Schutzhaus des Vereines, gegründet von Jutta Speidel. Das 3. Schutzhaus ist zurzeit im Bau. Die Schauspielerin war heute auch anwesend, da sie sich die Premiere der neuesten Produktion ihres kleinen Theaters „Spagat“ nicht entgehen lassen wollte.

„Extrem laut und unglaublich nah“ – viele werden die berührende und fesselnde Geschichte von Oskar kennen, durch das Buch oder dem Film.

Oskar ist ein Junge wie viele andere Jungs in New York. Er hat große Träume und sammelt gerne Dinge aus verschiedenen Bereichen. Doch er ist auch extrem schüchtern, findet schlecht Kontakt zu Menschen. So übt sein Vater viel mit Oskar, erfindet immer wieder längere und kürzere Wege wie Schnitzeljagden, um seinen Sohn mit Menschen zusammenzubringen und diese Kontaktaufnahmen zu intensivieren. Doch es kommt der 11. September 2001. Oskars Vater stirbt in einem der Türme. Die Geschichte des Buches von Jonathan Safran Foer nimmt seinen Lauf. Oskar findet einen Schlüssel und ist fest davon überzeugt, dass dieser für ihn hinterlegt wurde, von seinem Vater.

Das großartige Produktionsteam des Spagat Theaters hat aus diesem Stoff etwas ganz Besonderes gemacht. Es gibt keine Bühne in den Sinn. Der Theaterraum ist gefüllt mit Stühlen an Tischen auf denen Kästchen stehen, einem Mikrofon incl. Loop-Maschine und dazu noch ein Projektor. Einziger Darsteller ist Nils Thalmann (Schauspieler und Musicaldarsteller), ein fantastischer Nils Thalmann. Er gibt Oskar (aus seiner Sicht wird die Geschichte erzählt) viel Gefühl und doch Intensität. Er bindet die Zuschauer (wenn sie wollen, alles kann, nichts muss) ein und gibt so anderen Beteiligten der Geschichte eine Stimme. Was das Publikum und das Team an dem heutigen Abend erleben darf, ist große Kunst, außergewöhnlich und unfassbar gut. 80 Minuten staunen, fühlen, erleben und so mancher verdrückt sich die Tränen nicht mehr. Viele finden sich in einigen Situationen wieder und lernen daraus.

Diese Inszenierung muss man gesehen haben. Viele Möglichkeiten gibt es dieses Jahr nicht mehr. Nächstes Jahr sind noch ein paar wenige Daten geplant (siehe unten).

Das Buch (erschienen 2005) wurde 2011 verfilmt mit Tom Hanks, Thomas Horn und Sandra Bullock in den Hauptrollen.

 

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      Jutta Speidel mit der Dramaturgin Florentina Tautu                                        Jutta Speidel und Nils Thalmann

 


Oskar Schell / Erzähler: Nils Thalmann

Romanadaption: Philipp Jescheck, Florentina Tautu
Regie: Philipp Jescheck
Ausstattung: Stephanie Zimmer
Dramaturgie: Florentina Tautu
Regieassistenz: Pauline Mainzer
Technik: Moritz Haase
Technikassistenz: Anna Palma
Produktionsleitung: Stephanie Tschunko
Produktionsassistenz: Lilly Helmel
Plakatmotiv, Fotos: Gunnar Hämmerle, Severin Vogl
Gravik: Lisa Münch
Trailer: Severin Vogl
Presse: Barbara Fleischmann
Programmheft: Florentina Tautu, Stephanie Tschunko

Buch: Jonathan Safran Foer (Deutsch: Henning Ahrens)

Dauer: ca. 80 Minuten ohne Pause

Weitere Aufführungen laut Spielplan: 21.11./22.11./23.11./28.11./29.11.2024 – 20.03/22.03/26.03/28.03/29.03.2025 jeweils um 19:30

Wiederaufnahme: Do, 20. März 2025, 19:30 Uhr  | Sa, 22. März 2025, 19:30 Uhr  | 
Mi, 26. März 2025, 19:30 Uhr  | Do, 27. März 2025, 19:30 Uhr 
Fr, 28. März 2025, 19:30 Uhr |
Sa, 29. März 2025, 19:30 Uhr | 


Alle Informationen sowie Tickets

Horizont e.V. alle Infos auf der Webseite


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© Der Musikjournalist – Erika Urban // Irrtümer und Änderungen vorbehalten.